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| Wird Kuba
wieder unter US-amerikanische Kolonialherrschaft fallen? Eric Margolis
Während das Weiße Haus mit Krieg gegen Kuba droht, erinnere ich mich an die charmanten Abende, die meine Eltern und ich in Havannas altehrwürdiger Floridita Bar verbrachten, wo wir mit dem berühmten Schriftsteller Ernest Hemingway einen damals neu erfundenen Cocktail, die Margarita, genossen. Papa Hemingway, der damals in Kuba lebte, liebte diese Insel mit großer Leidenschaft und schrieb oft darüber. Mir geht es genauso. Ich besuche Kuba schon seit der Zeit vor Castros Machtübernahme und fühle mich in diesem sozialistischen Land zu Hause, so ärmlich es auch sein mag. Die Kubaner, die ich die Aristokraten der Westindischen Inseln nenne, haben es geschafft, die Versuche der mächtigen USA, sie auszuhungern, zu isolieren und anzugreifen, in den letzten fünf Jahrzehnten zu überstehen. Ich habe sogar zweimal in Angola, Afrika, gegen kubanische Truppen gekämpft. Sie waren tapfere und fähige Soldaten. Nur wenige Amerikaner oder Kanadier wissen, dass Havanna sogar älter ist als meine Heimatstadt New York. Traurigerweise verfällt das einst prachtvolle, pulsierende Havanna heute nach sieben Generationen des erdrückenden Embargos der Vereinigten Staaten. Kubas revolutionärer Führer Fidel Castro weigerte sich, dem Druck der USA nachzugeben oder Befehle aus Washington entgegenzunehmen. Die USA versuchten, Kubas auf Zucker basierende Wirtschaft zu sabotieren und starteten 1961 eine erstaunlich ungeschickte Invasion. Kuba wurde, dank maßgeblicher Unterstützung der Sowjetunion, zu einem hochrepressiven kommunistischen Regime. Anti-Castro-kubanische Exilanten in Florida setzten sich ein halbes Jahrhundert lang dafür ein, Washington zum Sturz des Castro-Regimes zu bewegen. Dieser Kampf dauert bis heute an. Die Trump-Regierung dominiert die Castro-feindlichen Republikaner Floridas, die den Kern ihrer Wählerbasis bilden. Trump übernahm Venezuela mit dem Hauptziel, die lebenswichtige Ölhilfe Caracas für Havanna zu unterbinden. Kuba, dem das Öl ausgegangen ist, steht nun vor dem Zusammenbruch. Die Hälfte der kubanischen Stromversorgung ist zusammengebrochen, ebenso Fabriken, der öffentliche Nahverkehr, Flüge und das Militär. Lebensmittelknappheit herrscht überall. Kubas Tourismus seine wirtschaftliche Lebensader bricht rapide ein. Große europäische, kanadische und US-amerikanische Fluggesellschaften haben aufgrund der zunehmenden Treibstoffknappheit Flüge gestrichen. Diese Strangulierung Kubas zielt darauf ab, die Insel zu lähmen und anschließend Aufstände gegen die Regierung zu provozieren. Mexiko leistet zwar lobenswerterweise Nothilfe in Form von Lebensmitteln auf dem Seeweg und plant, das belagerte Kuba mit Öl zu versorgen. Doch diese bescheidene Hilfe wird nicht ausreichen, um die neun Millionen Kubaner vor dem Hungertod zu bewahren. Unterdessen beobachten die Exilkubaner in Florida, angeführt vom US-Außenminister Marco Rubio, genüsslich den Niedergang des kommunistischen Regimes. Unter den 400.000 bis 500.000 kubanischen Exilanten in Florida wird fieberhaft an der Bildung einer Exilregierung gearbeitet oder an zukünftigen Hafenprojekten in Havanna, um die dunklen Zeiten von Prostitution und Glücksspiel wieder aufleben zu lassen. Venezuela und Kuba werden wieder zu US-Kolonien werden. Jeglicher russischer Einfluss in der Karibik wird schnell beseitigt werden. Die Trump-Anhänger werden alle kubanischen Stimmen in Florida erhalten und damit einen der wichtigsten Wahlstaaten gewinnen. Havanna wird dann wie Fort Lauderdale aussehen und vermutlich auf dieselbe Weise umgestaltet werden, wie es das Weiße Haus derzeit für ein anderes lästiges Volk plant: die Palästinenser. |
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| erschienen am 13. Februar 2026 auf > Eric Margolis' Website > Artikel | ||||||||||||||
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