HOME   INHALT   BLOG   INFO   LINKS   VIDEOS   ARCHIV   KONTAKT   ENGLISH
 
     

"Entweder verhindert die Revolution den Krieg oder der Krieg wird die Revolution bringen" - Mao Tsetung

     
  Iran fordert Stopp der israelischen Angriffe im Libanon im Waffenstillstand

Pakistans Premierminister, der den Waffenstillstandsvertrag vermittelt hatte, erklärte, dieser schließe den Libanon mit ein. Die USA und Israel widersprechen dem nun.

Dave DeCamp

 

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi sagte am Mittwoch, ein Waffenstillstandsabkommen mit den USA müsse einen Stopp der israelischen Angriffe auf den Libanon beinhalten, die sich seit der Verkündung des Waffenstillstands durch Präsident Trump am Dienstagabend dramatisch verschärft haben.

„Die Bedingungen des iranisch-amerikanischen Waffenstillstandsabkommens sind klar und eindeutig: Die USA müssen sich entscheiden – Waffenstillstand oder Fortsetzung des Krieges durch Israel. Beides ist nicht möglich“, schrieb Araghchi auf X. „Die Welt sieht die Massaker im Libanon. Der Ball liegt nun im Feld der USA, und die Welt beobachtet, ob sie ihren Verpflichtungen nachkommen werden.“

Iranische Medien berichteten, der Iran habe als Reaktion auf Israels anhaltende Bombardierungen im Libanon den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingestellt.

„Die Durchfahrt von Öltankern durch die Straße von Hormus wurde nach den israelischen Angriffen auf den Libanon eingestellt“, meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars.

Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif, der das Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und dem Iran vermittelt hatte, erklärte bei der ersten Bekanntgabe des Abkommens, dass es auch einen Waffenstillstand im Libanon umfassen würde – eine Aussage, die von iranischen Offiziellen bekräftigt wurde. Sowohl die USA als auch Israel dementierten jedoch inzwischen, dass der Libanon Teil des Abkommens sei.

„Der zweiwöchige Waffenstillstand schließt den Libanon nicht ein“, schrieb das Büro des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu auf X. Am Mittwochmorgen startete Israel im Rahmen einer neuen Eskalation, die es als „Operation Ewige Finsternis“ bezeichnete, einen massiven Bombenangriff auf den Libanon, bei dem Hunderte von Menschen getötet und verletzt wurden.

Präsident Trump wurde gefragt, ob der Waffenstillstand den Libanon einschließe, und bezeichnete ihn als „separates Gefecht“, das „nicht“ Teil des Abkommens sei. „Ja, sie waren nicht Teil des Abkommens“, sagte er. „Wegen der Hisbollah. Sie waren nicht Teil des Abkommens. Auch das wird sich regeln. Alles in Ordnung.“

Später am Mittwoch behauptete Vizepräsident JD Vance, es scheine sich um ein „Missverständnis“ seitens des Irans zu handeln, dass der Libanon Teil des Waffenstillstands sei. Er erwähnte dabei nicht, dass der Libanon in Pakistans Ankündigung enthalten war. Vance sagte, es wäre „dumm“ vom Iran, die Verhandlungen über Israels Bombardierungen im Libanon abzubrechen, und fügte hinzu, die USA wollten, dass der Iran die Angriffe auf Israel und die arabischen Golfstaaten einstelle.

Laut israelischen Medien äußerte Trump keine Einwände gegen die Fortsetzung des israelischen Krieges im Libanon, als er Netanjahu über den Waffenstillstand im Iran informierte.

Die USA und der Iran könnten an diesem Freitag in Islamabad Gespräche führen. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim könnte der Iran jedoch aus dem Prozess aussteigen, falls der israelische Krieg im Libanon andauert.

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) erklärten ebenfalls, sie würden reagieren, sollte Israel seine Angriffe auf den Libanon nicht einstellen. „Wenn die Aggressionen gegen unseren geliebten Libanon nicht unverzüglich beendet werden, werden wir den bösartigen Aggressoren in der Region eine vernichtende Antwort geben“, so die IRGC.

Nach Trumps Ankündigung des Waffenstillstands wurden auch aus den arabischen Golfstaaten Raketen- und Drohnenangriffe gemeldet. Der Iran berichtete, dass eine seiner Ölanlagen Stunden nach der Erklärung angegriffen worden ist.

 
     
  erschienen am 8. April 2026 auf > Antiwar.com > Artikel  
  Archiv > Artikel von Dave DeCamp auf antikrieg.com  
     
>

Die neue Normalität des Spazierengehens

<
     
  > AKTUELLE LINKS  
     
Antikrieg - Dossiers:
Syrien Israel Jemen Libyen Korea Ukraine

WikiLeaks

     
Einige Lesetips aus dem Archiv:
  Paul Craig Roberts - Die gesamte westliche Welt lebt in kognitiver Dissonanz
  Andrew J. Bacevich - Die Kunst, das Gedächtnis zu formen
  Robert Barsocchini - Israels ‚Recht sich zu verteidigen’: Ein Aggressor kann nicht in Selbstverteidigung handeln
  Jean-Paul Pougala - Die Lügen hinter dem Krieg des Westens gegen Libyen
  Ben Norton - Bericht des britischen Parlaments führt aus, wie der NATO-Krieg 2011 gegen Libyen auf Lügen basierte
  Marjorie Cohn - Menschenrechtsgeheuchel: USA kritisieren Kuba
  John V. Walsh - Warum sind Russland und China (und der Iran) vorrangige Feinde der herrschenden Elite der Vereinigten Staaten von Amerika?
  John Horgan - Warum Töten Soldaten Spaß macht 
  Jonathan Turley - Das Große Geld hinter dem Krieg: der militärisch-industrielle Komplex
  Jonathan Cook - Die vorgetäuschte Welt der Konzernmedien
  Oded Na'aman - Die Kontrollstelle
  Klaus Madersbacher - Seuchen
  Klaus Madersbacher - Hässliche Bilder
  Mark Danner - US-Folter: Stimmen von dunklen Orten
  Paul Craig Roberts - Die Neuversklavung der Völker des Westens
  Stephen Kinzer - Amerikas Staatsstreich im Schneckentempo
  Im ARCHIV finden Sie immer interessante Artikel!  
  Die Weiterverbreitung der Texte auf dieser Website ist durchaus erwünscht. In diesem Fall bitte die Angabe der Webadresse www.antikrieg.com nicht zu vergessen!  
  <<< Inhalt