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"Entweder verhindert die Revolution den Krieg oder der Krieg wird die Revolution bringen" - Mao Tsetung

     
  Ein wahnhafter Trump erlebt eine weitere aufregende Woche

Philip Giraldi

 

Es hat schon etwas Gutes, Donald J. Trump als Präsidenten zu haben: In einer normalen Woche sagt oder tut er eine Reihe unglaublich dummer Dinge, die einen zum Schmunzeln oder gar Lachen bringen. Leider hört der Spaß aber schnell auf, wenn man sich daran erinnert, dass dieser blanke Wahnsinn nicht nur das Weiße Haus und große Teile Washingtons zerstört. Er bedeutet auch, Kriege gegen ansonsten harmlose Gegner zu führen, Billionen von Steuergeldern zu verschwenden, den Vereinigten Staaten von Amerika enormen Schaden zuzufügen und wirtschaftliche sowie politische Katastrophen auszulösen, die, wie derzeit im Fall des Irans, weite Teile der Welt ins Verderben stürzen könnten.

Letzte Woche folgte eine Reihe typischer Wutausbrüche Trumps gegen den Iran, die er mit israelischen „Geheimdienstinformationen“ in Verbindung brachte, wonach die Perser ein Attentat auf ihn planten. Der Iran hatte bereits Trumps typische „Verhandlungstaktiken“ nach dem Wiederaufflammen der Kämpfe um die Straße von Hormus zu spüren bekommen, was sich unter anderem in der Bezeichnung der iranischen Führung als „Abschaum“ durch den Präsidenten zeigte. Ein vernünftiger Mensch in einer Machtposition wüsste, wann er die Notbremse ziehen und nach einem Ausweg aus dem potenziell verheerenden Konflikt suchen müsste, doch das ist nicht Trumps Art.

Trump hätte die Mordgerüchte ignorieren und es dabei belassen sollen, da er wusste, dass alles, was aus Israel kommt, von vorneherein eine Lüge ist. In diesem Fall wäre es eine Lüge gewesen, die darauf abzielte, eine zweite Phase des bewaffneten Krieges zwishen den USA und dem Iran auszulösen – genau das, worauf Premierminister Benjamin Netanjahu hofft und wovon er träumt. Wie reagierte Trump also? Er donnerte, dass die Folgen für die Perser verheerend wären, sollte er vom Iran getötet werden, auch wenn er es nicht direkt so formulierte. Wenn Trumps unsinnige „Kunst des Deals“ nicht funktioniert, ist es für ihn stets notwendig, Gegner irrational mit total er Vernichtung zu bedrohen.

So schrieb Trump am Freitag auf seiner Website Truth Social: „1000 Raketen sind startbereit und auf die Islamische Republik Iran gerichtet, und Tausende weitere werden unmittelbar folgen, sollte die iranische Regierung ihre weltweit ausgesprochene Drohung wahr machen, den amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika – in diesem Fall MICH! – zu ermorden oder einen Mordanschlag zu versuchen. Die Befehle sind bereits erteilt, und das US-Militär ist bereit, willens und fähig, innerhalb eines Jahres – mit der Option auf Verlängerung – alle Gebiete des Iran vollständig zu vernichten und zu zerstören – Lob sei Allah!“

Auf der Website des Ron Paul Institute kommentiert Kurt Nimmo die Nachricht als weiteres Beispiel für Trumps Größenwahn. Er beschreibt, wie „MICH“ natürlich in Großbuchstaben geschrieben ist. Denn Donald Trump ist für ihn und seine schrumpfende Schar von MAGA-Anhängern der Inbegriff von Moral und Integrität. Allein der Gedanke, dass er ermordet werden könnte, nachdem er einen Anschlag wie von einem Mob auf Irans Obersten Führer verübt hat, ist für ihn ein Akt der Verderbnis in Reinkultur.“

Da allgemein anerkannt ist, dass dem US-Militär die bevorzugten Waffen gegen die Iraner ausgehen, könnte Trump, wie üblich, die Effektivität seiner Offensivkapazitäten nur übertreiben. Und natürlich, wie immer bei Trump, gibt es auch hier wieder übertriebene Darstellungen mit Wortverdrehungen. Er will „alle Gebiete des Iran dezimieren und zerstören“ und ignoriert dabei, dass dies angesichts der Größe und Bevölkerungsdichte des Landes und seiner beträchtlichen eigenen Verteidigungs- und Offensivinfrastruktur seine Möglichkeiten übersteigen könnte. Außerdem scheint Trump die Bedeutung von „dezimieren“, das er in seinen Drohungen häufig verwendet, nicht zu kennen. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „einer von zehn“. Er hat seinen Ursprung in der römischen Armee, wenn eine Kampfeinheit im Gefecht versagte. Dann wurde einer von zehn Männern willkürlich ausgewählt und hingerichtet, um die übrigen für zukünftige Gefechte zu motivieren. Plant Trump also, seine eigenen Soldaten hinzurichten, falls sie versagen, oder erwartet er, gefangene Iraner zu ermorden, was ein Kriegsverbrechen wäre? Was ist also deine Absicht, Donald?

Eine weitere Trump-Anekdote, die gerade wieder aufgetaucht ist, betrifft das Weiße Haus, das er gleichzeitig vergoldet und Stück für Stück zerstört, ohne offenbar zu begreifen, dass es sich um ein von den Steuerzahlern finanziertes Regierungsgebäude handelt, das während seiner Amtszeit seine vorübergehende Residenz ist. Manche bezeichnen es als das „Haus des Volkes“, und es gehört Herrn Trump genauso wenig wie das Kennedy Center, das Institute of Peace und die alten Kirschbäume entlang des Potomac, die gefällt werden, um einen unnötigen Golfplatz zu errichten, der nach Amerikas unbeliebtestem Präsidenten benannt ist! Und von dem riesigen Trump[hal]-Bogen, den DJT errichten lässt, um die Sicht vom Lincoln Memorial auf den Arlington National Cemetery zu versperren, wollen wir gar nicht erst reden. Ach ja, ich habe ganz vergessen, dass Donald Trump mehrfach erwähnt hat, er solle die für militärische Tapferkeit verliehene Ehrenmedaille des Kongresses erhalten – und das, obwohl er „Knochensporne“ hatte und daher 1968 seinem Land nicht durch den Dienst in der Armee dienen konnte, als alle anderen, so wie ich, gerade ihr Studium abschlossen und für den Einsatz in Vietnam eingezogen wurden!

Doch zurück zum Weißen Haus. Berichten zufolge pflegt der Präsident, besonders hochrangigen Besuchern, die er beeindrucken möchte, Führungen durch bestimmte Räume zu geben. Einem Bericht zufolge, der dieses Verhalten als „verrückt“ bezeichnete, empfing Trump vor etwa einem Jahr Bundeskanzler Friedrich Merz und führte ihn in das, was er als „Lewinsky-Zimmer“ bezeichnete – ein kleines Büro, das durch eine Tür rechts neben dem Resolution Desk in seinem eigenen Büro zugänglich ist. Für Besucher, die mehr wissen wollten, gab sich Trump als grinsender Reiseführer aus und erklärte, dass in diesem kleinen Raum die Praktikantin Monica Lewinsky in den 1990er-Jahren Präsident Bill Clinton oral befriedigt habe. Trump soll zu seinen Gästen gesagt haben: „Man sagt, hier waren Bill und Monica …“

Das Lewinsky-Zimmer dient heute als Verkaufsstelle für Donald-Trump- und MAGA-Fanartikel. Regale sind voll mit Trump-Hüten und anderen Artikeln, die der Präsident seinen Besuchern als Geschenke des „mächtigsten Mannes der Welt“ anpreist. Es gibt auch Kisten mit Florsheim-Schuhen, Trumps Lieblingsschuhen. Er trägt sie nicht nur selbst, sondern schenkte im Frühjahr auch mehreren seiner Kabinettsmitglieder Paare. Offenbar müssen sie diese Schuhe tragen, um nicht in Ungnade zu fallen – ähnlich wie von allen von Trump ernannten Personen erwartet wird, dem „Genie“ des Präsidenten zu folgen, egal wie bizarr die Situation auch sein mag. Nachdem Trump Bundeskanzler Merz seinen geheimen Raum voller Erinnerungsstücke mit Bezug zu sich und der MAGA-Bewegung gezeigt hatte, soll er gesagt haben: „Nehmt euch, was ihr wollt.“ Anschließend prahlte er vor Merz und den anderen Mitgliedern der deutschen Delegation damit, dass ihre Frauen eines Tages mit dem Verkauf der Gegenstände für „Tausende von Dollar“ viel Geld verdienen könnten.

Zum Schluss noch ein Blick zurück auf den Wochenbeginn: Präsident Donald J. Trumps jüngste politische Aktivitäten umfassten auch eine Reise zu einem NATO-Treffen in Ankara, Türkei. Dort gelang es ihm, enge Verbündete zu verprellen, indem er darauf beharrte, das Bündnis existiere, um jeden Krieg zu unterstützen, den Washington beginne. Offenbar ist ihm nicht bewusst, dass die NATO ein Verteidigungsbündnis ist, das laut den Gründern nicht dazu bestimmt war, Kriege gegen nicht bedrohliche Nationen zu führen. Trump äußerte sich zudem erneut wirr über die Annexion des dänischen Grönlands und will Berichten zufolge die Grenze zu Kanada neu ziehen.

Darüber hinaus ist Trump weiterhin vom Staat Israel und dessen Lobby im Inland abhängig, insbesondere von jüdischen Milliardären wie Miriam Adelson, die die Korruption finanzieren, von der er und seine Söhne, die Insiderhandel betreiben, profitieren. Trump wird tun, was Premierminister Benjamin Netanjahu von ihm verlangt, einschließlich der Wiederaufnahme des verheerenden Krieges gegen den Iran, dessen Bombardierungen er bereits verstärkt hat. Nun gibt es auch unbestätigte Berichte, wonach die USA Truppen vorbereiten, um Israel bei der Zerschlagung der Hisbollah im Libanon zu „helfen“. Der Libanon wird nach der Eroberung des Gazastreifens und der Expansion bis in die syrischen Vororte von Damaskus das nächste Ziel israelischer Eroberungen sein. Und natürlich gibt es Andeutungen, dass der Einsatz von Atomwaffen gegen den Iran und andere Länder durchaus in den israelischen und US-amerikanischen Strategien auftauchen könnte! Man kann nur gespannt sein, was als Nächstes kommt!

 
     
  erschienen am 13. Juli 2026 auf > Ron Paul Institute for Peace and Prosperity > Artikel, Original auf > The Unz Review  
  Archiv > Artikel von Phil Giraldi auf antikrieg.com  
     
   
     
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